Menschenkenntnis durch Antlitzkunde

Von Physiognomik und Phrenologie: Lavater, Gall und die heutigen PhysiognomInnen

Der Nimbus-Effekt

In der Antike ging man jedoch nicht immer wie bei der Temperamen-tenlehre in eine fast metaphysische Tiefe und versuchte eine Persön-lichkeitstypologie auf die jeweils angenommenen Grundelemente des Universums zurückzuführen. Häufig blieb man auch ganz wortwörtlich an der Oberfläche. Das galt in besonderer Weise für das alte Griechenland mit seinen Augenmenschen, die in ihren Plastiken die Schönheit des menschlichen Körpers besonders verehrten.

Und diese faszinierende Strahlkraft der Schönheit galt nicht nur für die Kunst, wie eine Anekdote von der Hetäre Phryne sehr überzeugend veranschaulicht. Diese Liebesdienerin, die im 4. Jh. vor Chr. lebte und Modell für mehrere Statuen von Göttinnen stand, war vor dem Areopag in Athen wegen Gottlosigkeit angeklagt. Während des Prozesses ent- blößte ihr Verteidiger Hyperides den Körper der Angeklagten, was die Richter von deren Unschuld überzeugte. Heute bezeichnet man dieses Attraktivitätsstereotyp, nach dem „Was schön ist, auch gut ist“, als Nimbus-Effekts.
 
 
 Jean-Léon Gerôme, Phryne vor dem Areopag,1861
 
Konkreter hat der griechische Universalphilosoph Aristoteles (384-322 v. Chr.) in seiner „Physiognomonika“ die von ihm angenommenen Zusammenhänge zwischen dem Äußeren eines Menschen und seinem Charakter beschrieben. Dazu dienten ihm u.a. Merkmale wie die Farbe und Glätte der Haut, die Art der Behaarung sowie die Haltung und Bewegung des Körpers. Ein Beispiel ist die Form der Nase, die auch in der weiteren Physionomik-Entwicklung eine Rolle spielt. So schloss Aristoteles von einer Hakennase auf Großmut, während ihm eine spitze Nase Jähzorn anzeigte. (Oppelt)
 
Jahrhunderte später erwachte besonders in der Goethezeit ein ausgeprägtes physiognomisches Interesse. Zwar hatten sich bereits früher vor allem die bildenden Künstler um eine sichtbare Darstel-lung von Charaktereigenschaften und psychischen Emotionen bemüht, jedoch setzte erste jetzt eine stärker begriffliche Fassung psychischer Eigenschaften etwa für die Charaktere der ersten Romane ein. Dabei ließen sich die Autoren – da es noch keine Psychologie gab – von den Physiognomen anregen.
 
Lavaters Physiognomischen Fragmente
 
Der einflussreichste Physiognomie-Vertreter war dabei der Züricher Pfarrer Johann Caspar Lavater (1741 - 1801), der durch seine zwi-schen 1775 und 1778 erschienenen „Physiognomischen Fragmente zur Beförderung der Menschenkenntnis und Menschenliebe“ in ganz Europa bekannt und populär wurde. So traf sich am 26. Juli 1777 sogar der Kaiser Joseph II. heimlich in Waldshut mit Lavater, um sich physiognomisch beraten zu lassen. Seine Theorie wurde damals u.a. von Goethe, Lichtenberg und Schiller intensiv diskutiert und zumeist abgelehnt. Dennoch wurden Schattenrisse in Verbindung mit den phy-siognomischen Interessen in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhundert in Deutschland sehr beliebt.
 
Bei seiner Beschäftigung mit der Physiognomik ging es Lavater nicht ausschließlich darum, Kenntnisse über den gerade betrachteten Menschen zu erhalten. Vielmehr wollte er als Theologe in jedem Menschen ein Ebenbild Gottes erkennen, wie es die Bibel lehrt, und das trotz aller Verzerrungen infolge des Sündenfalls. Dabei richtete sich seine Aufmerksamkeit auf das gesamte Äußere des Menschen, von der Mimik bis zur Gestik, von der Handschrift bis zum Gang. Allerdings schrieb er dem Gesicht besondere Relevanz zu, da er meinte, dass hier das Werk des Schöpfers am deutlichsten hervorträte. (Weigelt, S. 97) 
 
In der Physiognomik, die Lavater als die Wissenschaft ansah, die den Charakter des Menschen aus seinem Äußerlichen erkennen will, sollte möglichst jedes Moment der Verstellung ausgeschlossen werden. Daher konzentrierte er sich auf die „naturgegebenen Zeichen“ und zog die festen Teile des Körpers den beweglichen vor.
 
Auch wenn Lavater vor allem Gesamteindrücke für seine Rückschlüsse heranzog, versuchte er seine Methode auch zu konkretisieren, was nicht selten zur Karikatur geriet. So gab Lavater seinen Freunden folgende Regel an die Hand, um einen beschränkten Menschen rasch und gewiss zu erkennen: „Jedes Gesicht ist dumm, dessen Augen merklich weiter als eine Augenbreite von einander abstehen.“ Dagegen könne man auf Weisheit schließen, wenn man auf „proportionierte Ober- und Unterlippen“ stößt. (Weigelt, S. 29)
 
Trotz ihrer kaiserlichen Anerkennung scheint Lavaters Methode nicht immer erfolgreich gewesen zu sein. So wird zumindest folgende kleine Anekdote berichtet. Danach traf Lavater im Reisewagen von Zürich nach Schaffhausen einen bescheidenen Mann. Sogleich wollte er, wie es bei vielen Vertretern der damals nicht ganz seltenen Physiognomenzunft üblich war, seine Kunst dem Publikum demonstrieren. Er begann daher sofort mit einer Interpretation seines Reisebegleiters und diagnostizierte: "Sanftmut vor allem, Eingehen auf andere Menschen, die er liebevoll betreut, an die Hand nimmt, sie zu geleiten...“ Danach stellte sich der so Charakterisierte vor: "Ich bin der Scharfrichter von Schaffhausen, zu dienen, mein Herr.(Friedenthal, S. 160)
 
Anscheinend war das Äußere in diesem Fall also doch eher „ein launisches Spiel der Natur“, wie es Schiller ausdrückte. (Weigelt, S. 100)
 
Galls Phrenologie
 
Weniger auf die Intuition und ihre Wirkungen durch den Nimbus-Effekt wollte sich der deutschen Arzt Franz Joseph Gall (1758-1828) verlassen. Ihm war bereits als Kind aufgefallen, dass sich seine Geschwister durch besondere Talente unterschieden. Später beobachtete er dann während seines Medizinstudiums, dass Studenten mit hervorstehenden Augen auch ein ausgezeichnetes Gedächtnis besaßen. Durch diese beiden Erfahrungen angeregt, nahm er einen Zusam-menhang zwischen der Begabung und äußeren Merkmalen des Kopfes bzw. des Gehirns an. Daher studierte er die Kopfformen unterschiedlich begabter Personen, indem er in Heilanstalten, Krankenhäusern und Schulen jeden Hinweis auf Verbindungen zwischen besonderen Fähigkeiten und der Kopfform sammelte.  Als Ergebnis gelangte er zu seiner Theorie der Phrenologie oder auch Schädellehre, nach der „die Verschiedenheit der Kopfgestalt durch die verschiedene Gestalt des Gehirns veranlasst wird und die verschiedenen Teile des Gehirns die verschiedenen Organe der menschlichen Fähigkeiten sind“, die er 1796 erstmals veröffentlichte.
 
Bemerkenswert ist vor allem die Vorrangstellung, die Gall dem Gehirn zuwies, was bis dahin keineswegs selbstverständlich war, wie in unserer Alltagssprache noch nachklingt, wenn wir etwas das Gefühl der Liebe symbolisch mit dem Herzen verknüpfen oder uns auf unser Bauchgefühl verlassen. So hatte das Gehirn bis zur Aufklärung noch einige Konkurrenten in anderen Körperteilen, innerhalb der jüdisch-christlichen Kultur jedoch vor allem in der metaphysischen körperlosen Seele.
 
Zwar gewann bereits in der Antike das Gehirn eine führende Position in dem Vermutungswettkampf, aber der „Wohnsitz der Seele“ wurde als Steuerungseinheit für den Gesamtorganismus auch häufig näher am Körpermittelpunkt lokalisiert, so etwa im Zwerchfell, unterhalb des Rippenbogens wie in der biblischen Tradition und natürlich im Herzen, das sich in der Sprache der Dichter und des Alltags immer noch einer großen Popularität erfreuen kann. Dagegen sah der griechische Arzt Galen das Gehirn als Seelensitz an, allerdings in Abhängigkeit von anderen Organen und Körpersäften.
 
Im 17. und 18. Jahrhundert rückten dann einzelne Gehirnregionen ins Zentrum des Interesses. So war für den französischen Philosophen Descartes (1596 - 1650) die Zirbeldrüse (Corpus pineale) der Sitz der Seele: Sie wurde als Schmelztiegel, gemeinsamer Fokus aller einlau-fenden und ausgehenden Impulse gedacht, die eine Art Reflexbogen bildeten, an dessen Umschlagplatz das Seelenorgan saß. Thomas Willis (1621-1675), der wohl bedeutendste Hirnanatom der frühen Neuzeit, verlegte das Seelenorgan noch eindeutiger in die festen Hirnsubstanzen. In der Groß- und Kleinhirnrinde sollten die animalischen bzw. psychischen Geister (spiritus) abgesondert werden, und nicht mehr in den Ventrikeln.
 
Trotz dieser unbestimmten Vorgaben war sich Gall sicher, dass den unterschiedlichen Fähigkeiten des Geistes auch ein bestimmtes Organ im Gehirn zuzuweisen war, dessen jeweilige Ausprägung sich als Auswölbung am Schädel erkennen lässt. Er wollte also - vereinfacht ausgedrückt - von der Knochenform auf die darunter "verpackten"  psychischn Eigenschaften schließen. So bestand sein Lebenswerk darin, den Beweis für diese Hypothese zu erbringen und die seelischen Anlagen zu lokalisieren. Er gab daher 1805 seine Wiener Praxis auf und begann eine weithin beachtete „kranioskopische Reise“, um seine Schädellehre öffentlich zu demonstrieren. 1807 ließ sich Gall dann in Paris nieder.
 
Die Gehirnorgane nach Gall
  
Galls Lehre nimmt an, dass das Seelische wesentlich vom Körperlichen mit beeinflusst wird. Dabei folgert er aus der Tatsache, dass jede Körperfunktion ihr eigenes Organ besitzt, eine analoge Entsprechung von psy-chischen Funktionen und jeweils unabhängigen Organen im Gehirn. Diese Organe glaubte Gall an bestimmten Stellen der Hirnrinde lokalisieren zu können. Jeder Grundfunktion musste demnach ein definierter Bezirk im Gehirn entsprechen. Die Aktivität eines Organs beeinflusst seine Größe, was für Gall, auch für die „Hirnorgane“ gelten soll.
 
Aus dem Vergleich von Körper- und Gehirnfunktionen zog Gall noch einen weiteren Schluss, der für die Persönlichkeitsforschung besonders wichtig war. Da die Leistungsfähigkeit eines Organs von seiner Größe abhängt, folgerte er einen entsprechenden Zusammenhang auch für die „Hirnorgane“. Mentale Qualitäten ließen sich daher für den Wiener Mediziner aus messbaren Schädelformen ableiten.
 
Im Einzelnen unterschied Gall 27 affektive und intellektuelle Vermögen, die er in bestimmten Bereichen des Gehirns lokalisierte, Einfluss auf die Schädelform haben sollten. So glaubte er u.a. den Geschlechtstrieb, einen Dichtergeist, einen Mord- und einen Diebessinn, ein Musiktalent, ein Folgerungsvermögen sowie einen Wort- und einen Zahlensinn an der Formung des Schädels erkennen zu können. Daher wollte er mithilfe sehr sorgfältiger Schädelmessungen individuelle Unterschiede von Persönlichkeitsmerkmalen disgnostizieren.
 
Gall selbst nannte seine Lehre Kraniologie oder Organologie; erst später wurde von seinem Schüler G. Spurzheim der Ausdruck Phrenologie eingeführt.
 
Galls Bedeutung für Wissenschaft und moderne Weltsicht
 
Mit seinen spekulativen Annahmen anerkannte Gall erstmals grundsätzlich die hirnphysiologische bzw. anthropologische Bedeutung der Hirnrinde. Trotz seiner in heutiger Sicht teilweise bizarr anmutenden „Organologie“ war der Mediziner ein durchaus seriös arbeitender Hirnanatom, der zwar mit seinen unzähligen Messungen einen falschen Weg eingeschlagen hat, aber gleichwohl die weitere Forschung zur Lokalisierung Gehirnfunktionen anregte.
 
Wichtiger sind jedoch die vermutlichen Auswirkungen der Phrenologie auf das moderne Denken; denn abweichend von Lavater sah Gall seine Organolgie nicht als erweiterte theologische Schöpfungslaudatio auf die menschliche Physis, sondern als Diagnosemethode. Für ihn bestand ein messbarer Zusammenhang zwischen Schädelformen und verschiedenen psychischen Eigenschaften, ja, das Volumen einzelner „Gehirnorgane“ war für ihn die Voraussetzung für einzelne Einstellungen und Verhaltensmuster.
 
Diese naturwissenschaftliche Sicht, nach der der Geist des Menschen – sein Denken, Fühlen und Wünschen – allein dem Gehirn entspringt, kam gerade den Religiösen gotteslästerlich vor. Ihnen fiel es schwer, eine unsterbliche Seele im Gehirn anzusiedeln. Noch problematischer erschienen jedoch die Auswirkungen auf das christliche Postulat des freien Willens, wenn er das Produkt einer geistigen „Maschine“ sein sollte, deren „Hebel, Räder und Springfedern“ bereits bei der Geburt feststehen.
 
Da konnte Gall in diesen Kreisen auch nicht dadurch Zustimmung gewinnen, dass er auch ein "Organ der Gottesverehrung" identifizierte und es, wie es sich damals gehörte, ganz oben im Kopf lokalisierte. Schließlich gilt auch hier der phrenologische Grundsatz: ohne entsprechendes Volumen keine ausgeprägte Eigenschaft, also in diesem Fall die traditionelle Religiosität. 
 
Phrenologischer Zeitgeist
  
Zur Zeit Galls und bis gegen Ende des 19. Jahrhunderts war seine Phrenologie eine sehr beliebte gesellschaftliche Beschäftigung. Parallel hierzu wurde Deutschland von einer Welle der Begeisterung für Schattenrisse erfasst, die ergänzend zu den sehr verbreiteten Scherenschnitten sorgfältig getuscht wurden. Sie waren nicht nur ein Ersatz für teure Porträtgemälde und noch nicht erfundene Fotos, sondern dienten auch der charakterologischen Betrachtung.
 
Damals fanden auch Physiognomisten ihr Auskommen, die ihre Interpretationskünste in Kursen, Gutachten und Schriften verbreiteten, ja, sogar vor den damals noch beschwerlichen Reisen durch viele Länder Europas und Nordamerikas nicht zurückschreckten. Das gilt vor allem für den Gall-Schüler Spurzheim, der besonders in England und Frankreich sehr erfolgreich seine Lehre verbreitete und in Boston (USA) begraben ist, wo er auf einer Vortragsreise an Typhus starb. Im Zuge der Reisen organisierten sich die Anhänger Galls in Studiengesellschaften, die sich nicht zuletzt mit ihren Kritikern auseinander setzten. Sehr aktiv war damals die Phrenelogische Gesellschaft Edinburghs, die 1820 gegründet wurde.  
 
Von besonderer Bedeutung dürfte die interessierte, aber nicht gläubige Beziehung Goethes zu Lavater und Gall sein, das sie für die damalige Zeit typisch war, aber auch in der einen oder anderen Weise Eingang in die Dichtung und damit die Kultur gefunden hat.
 
Goethe, der mit Leidenschaft Scherenschnitte sammelte und Modelle der Gallschen Gehirnorgane besaß, stellte auf dieser Grundlage charakterologische Betrachtungen an. Mit Gall traf er sich zuerst 1805 in Halle, später wohl auch in Weimar. Gall schrieb danach seinem Freunde U. A. Streicher über den deutschen Dichter oder genauer dessen Schädel: „Es ist aber auch wahr, Goethes Kopf ist ein göttlicher Kopf,…, wie edel es sich hinwölbt, wie sichs zum Bilde eines Jupiter eignet. Ach Streicher bei solcher Erscheinung möchte ich mir selbst Weihrauch streuen und mir zurufen ach du seliger Gall! So hat Gott überall eine leserliche Hand geschrieben, aber nur wenige sind eingeweiht diese Hand auch lesen zu können". (Möbius, S. 221)
 

Wohl noch in Goethes Gedicht "Bei Betrachtung von Schillers Schädel" (1826) finden sich Anklänge an die phrenelogische "Geistes-Wissenschaft", wenn Goethe beschreibt, wie die Natur die enge Verklammerung von Äußerlichkeit und Innerlichkeit betreibt:

"Wie sie das Feste lässt zu Geist verrinnen,
Wie sie das Geisterzeugte fest bewahre."

 
Scherenschnitt Goethes
 
 
Phrenologische Typisierung
 
Die Physiognomen konzentrieren sich damit auf eine Auflistung von Körpermerkmalen vor allem des Gesichts bzw. Schädels, um auf angeblich erkennbare psychische Eigenschaften zu schließen. Die typologischen Ansätze sind daher eher begrenzt und bestehen nicht selten in der Unterscheidung von Guten, weniger Guten und Verbrechern. Das gilt etwa für den italienischen Mediziner Cesare Lombroso (1835 - 1909), der sich als forensischer Phrenologe sah und heute als Begründer des Profilings in der Kriminologie gilt, da er sicht erstmals mit Tätertypen un d -profilen beschäftigt hat. Nach seinem Hauptwerk "Der Verbrecher in anthropologischer, ärztlicher und juristischer Beziehung" lassen sich mit phrenologischen Methoden "geborene Kriminelle", "Kriminaloide" und "Schwachsinnige" unterscheiden, wobei er in seiner Tätertypenlehre noch weiter zwischen "Dieben" und Mördern" zu differenzieren können glaubte. Aus seiner genetischen und phrenologischen Position heraus setzte er sich kritisch mit Freiheitsstrafen auseinander, die keinen als "Verbrecher" geborenen Täter bessern können. Einen Einblick in die Arbeit Lombrosos gibt ein Video über den "Vater der Kriminologie".
 
Physiognomie als persönliche Erfolgsstrategie
 
Auch heute findet die Physignomik AnhängerInnen, wobei die visuelle Menschenkenntnis neben psychologischen Testverfahren etwa in der Personalberatung und der Kundenbetreuung eingesetzt werden. Dabei mag ein verlässlicher Rückschluss von äußeren Merkmalen auf Cha-raktereigenschaften zwar fraglich sein, empirisch nachgewiesen ist jedoch die Bedeutung physiognomischer Merkmale für den Erfolg bei Bewerbungen und gegenüber Kunden, was durchaus den Zugang zu höheren Positionen und zu größeren Umsätzen erleichtern kann. Daher richtet sich das Interesse auch nicht auf Schädelformen, sondern auf die Körpersprache, die Gestik und nicht zuletzt den Gesichtsausdruck; denn schließlich kann man mit einem lächelnden erfolgreicher als mit einem mürrischen Gesicht verkaufen, wie schon ein altes chinesisches Sprichwort weiß.
 
Über aktuelle Tendenzen in diesem Bereich informieren zwei Videos. Das erste portraitiert die durch Vorträge und Fernsehauftritte bekannte Physiognomin,  während das zweite sie während eines Physiognomik-Workshops zeigt.

Quellen:

Affeldt, Edda, Phrenologie oder die Lehre des Geistes und seinen Organen   Friedenthal, Richard, Goethe. Sein Leben und seine Zeit, München 1982.

Lavater, Johann Caspar, Von der Physiognomik, Leipzig 1772.

Möbius, Paul J., Goethe und Gall

Saltzwedel, Johannes, Das Gesicht der Welt. Physiognomisches Denken in der Goethezeit, München 1993
Weigelt, Horst, Johann Kaspar Lavater. Leben, Werk und Wirkung, Göttingen 1991
 
Internetangebote: www.historyofphrenology.org.uk/index-de.html, www.phrenology.org und Wikipedia-Beiträge.
 
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